KUNST die Welt retten

KUNST die Welt retten?

Interdisziplinäres Festival für Zukunft und Utopie
Samstag, 24.08.2024 – Sonntag, 25.08.2024
3820 Raabs a.d. Thaya, Zabernreith 1


Kurzbeschreibung:

Der Verein Blumberg organisiert in Zabernreith (Waldviertel) ein interdisziplinäres Festival, bei dem das Verhältnis zwischen Kunst und Weltrettung thematisiert wird. Regionalität, Nachhaltigkeit, Klimaschutz widerspiegeln sich in der Organisation des Events und in der  Produktion von bildender Kunst, Musik, Mode, darstellender Kunst und Workshops.

Philosophie:

Menschen hatten schon immer das Bedürfnis, für sich und andere das Leben auf dieser Welt lebenswerter zu gestalten. Wie gehen wir in Zeiten multipler Krisen damit um? Was bringt es noch?

An Utopien zu arbeiten heißt, Dinge für die Zukunft zu verändern, während man an der Gegenwart arbeitet. Aber ist es angesichts der massiv hereinbrechenden Gefahren nicht längst obsolet, Kunst als eigene Kraft zu denken?

Kulturelle Öffentlichkeitsarbeit und Kulturprojekte ermöglichen Personen die Erfahrung, ernst genommen zu werden, mitreden und Einfluss nehmen zu können. Gerade in ländlichen Räumen steht die Sichtbarkeit kultureller Bildung vor großen Herausforderungen. Es gibt geringe Vernetzungsmöglichkeiten und es ist schwieriger, junge Menschen zu erreichen und einen intergenerationellen Dialog zu starten. Kulturelle Bildung lässt uns nachhaltig erleben, dass es sich lohnt, aktiv zu werden und sich zu engagieren.

Was also kann Kunst? Nun, einerseits eine Insel (also Rettung) für Kunstschaffende selbst sein, anderseits in Resonanz mit Anderen zu treten, deren Gefühle und Gedanken zu berühren, zum Schwingen zu bringen sowie ihr Leben an die eigene Lebendigkeit zu erinnern.

Das Festival versteht sich als Atlas der Imagination, es eröffnet Freiräume. Wir wollen aufzeigen, dass es sich lohnt, diese zu bewahren und dafür Verantwortung zu übernehmen.

Team:

Florian Harmer : Gesamtleitung, Konzeption von „Kunst die Welt retten?“
Aya Schild : Künstlerische Leitung, Kuratorin
Luis Harmer : Kurator, Organisation
TC Hrdina : Kaufmännische Leitung, Organisation
Edith Schild : Öffentlichkeitsarbeit
Kurt Rudolf : Kurator, Künstler
Katharina Struber : Künstlerin, Kuratorin

Der Ort:

Ein ehemaliger Bauernhof, nach langem Dornröschenschlaf mit viel Feingefühl von Florian Harmer adaptiert, wird alle zwei Jahre im Sommer zu einem Treffpunkt von Einheimischen und Gästen, Jugendlichen und gereiften, kulturschaffenden und genießenden Menschen jeglicher sozialer Herkunft!

2022 organisierte Florian Harmer dort zum ersten Mal ein Kunstfestival.

Der Verein:

Das Blumberg (beheimatet in der Blumberggasse, Wien) war von 1998 bis 2009 ein Treffpunkt für kulturell interessierte Menschen. Die Bandbreite des Ausstellungsraums reichte von Präsentationen einzelner Künstler*Innen und Gruppen, kollektiver Projekte, langfristigen Kooperationen, Entwicklung kollektiver und individueller Strategien, Schnittstelle von Ressourcen, bis hin zu Kunst, Design, Architektur, Performance und Küche.
>> Auswahl der Ausstellungen und Veranstaltungen

Eine junge Generation Kunstschaffender schließt nun auf, mit neuem Enthusiasmus, Konzepten und Ideen. Jetzt im Waldviertel beheimatet, geht das Kollektiv mit Optimismus, Empathie, Kreativität, Nachhaltigkeit und auch mit einem kritischen Blick der Aufgabe nach, die Bedeutung von Kunst bewusster und sichtbarer zu machen.


Programm (wird laufend adaptiert)

Tanzperformance “[UNTITLED]”
von und mit
>> Joy Ogboi,
>> Lino Eckenstein

Gemeinsam werden Lino Eckenstein und Joy Ogboi den Bereich von Gender, Sex und Unsicherheit erforschen.

In ihrer Performance gehen sie dem Unbehagen über soziale Strukturen nach und setzen sich mit den Ideen der Geschlechterüberlegenheit und der Fluidität ihrer Identität auseinander.

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Videoinstallation „Do want cake?” von >> Zoe Schuhmann

“Lasst uns aus diesem Jahr ein Drama machen. Lasst uns über alles gähnen, was man sagt. Lasst uns das letzte Stück Kuchen teilen und stattdessen mit einem besseren, schnelleren und größeren beginnen.”
Wir nehmen alles, lassen unsere Augen funkeln, unseren Mund tropfen. Mit unseren Ohren aufmerksam das ganze Wissen aufnehmen, das in den Dingen steckt.
Gerate über alles in Entzücken, was Du findest. Fange an über alles in die Hände zu klatschen. Wir werden gemeinsam alle Liebeslieder sammeln, die wir gelebt haben. Daraus einen Remix machen und den in ein Karaoke-Mikro schreien, das bereits von jemandem verwendet wurde, den wir nicht kennen. Wir haben es für weniger als nichts bekommen. Jeden Mittwoch tragen wir Pink.
Stell Dir vor, dass dieser Remix zu unserem Kleber wird, der jedes Stück unseres wachsenden Kuchens zusammenhält und sichtbar macht, was es ist – das, wonach wir uns sehnen. Ich habe diese Stufe des Lebens erreicht, my dear.

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Malerei von >> Johann Schmied

Die Welt
In der wir leben

Langsam, langsam
An der Fensterscheibe
Am Glas kollidierend
Um seine Freiheit wieder zu gewinnen
Nahm ich es in meine Hände

Raus flieg
Und es fliegt

Die Ephebe lebt im sumpfigen, moorigen Terrain und ihre Larve wird als unsterblich gesehen. Langsam und linde blubbern die zarten Blasen der Flachwasserflora zum hellen Horizont des Wasserspiegels.

Beobachtung und Statistik zeigen dass evolutionäre Prozesse in ungeahnt kurzer Zeit möglich sind. Das Rätsel, dem wir gegenüberstehen, liegt in der Geschwindigkeit.

Daher findet sich in der Flexibilität wie bislang so auch morgen Menschliches.

Im Blau bleibt Schmied Bei drei Tönen
Kobalt
Ultramarin
Preussisch
Gesamt vermeint der Betrachter
ein einziges Blau zu sehen
darin besteht die Übung

Was in Deinen Händen liegt obliegt auch Deiner Verantwortung Zulassen und unterlassen

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>> Anne Glassner | Schlaf als Protest? Der stille Widerstand….
https://anneglassner.at
https://www.instagram.com/anneglassner/

“geschlafen habe ich immer schon gerne”, sagt die Künstlerin und setzt mit dem Akt des “öffentlichen schlafens” auch ein Zeichen der Konsumverweigerung. 
wer schläft, produziert nicht. wer schläft, konsumiert nicht. wer schläft, regeneriert, reflektiert, kommt sich selbst näher.
schlaf, als passiver Zustand, der Aktivität generiert. Sie schöpft Intuition für ihr künstlerisches Schaffen aus dem schlaf, aus den Graubereichen von Bewusstem und Unbewusstem. 
der liegende Zustand ist Quelle und zugleich künstlerisches Statement (Textauszug: Christiane Krejs über Anne Glassner)

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>> Katharina Struber | Common Practice
* 1967 | Künstlerin, Kuratorin
lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich
>> www.katharinastruber.net

In Strubers Werken wird jeder Blick auf gesellschaftliche, historische und politische Aspekte mit einer beispiellosen Präzision durchdrungen. Künstlergruppen und Menschenmengen werden mit Bedacht ins Bild gesetzt, um sowohl Individualität als auch Gemeinschaft gleichermaßen herauszustellen. Die in Wien geborene Künstlerin richtet aktuell ihren Fokus auf Bühnenaufbauten, Proben und Aufführungen. Hier gelingt es ihr nicht nur, vordergründig eindrucksvolle Bilder zu schaffen, sondern auch die intensiven künstlerischen Kommunikationsprozesse hinter komplexen Produktionen erlebbar zu machen.“ Chiara Joos

ABER WIE WELT RETTEN ?

COOPERATION IS THE KEY

In meiner künstlerischen Arbeit beschäftigt mich die Ästhetik kooperativer Prozesse.

Beim Festival in Zabernreith treffen sich Künstler*innen, Kollektive und ihr Publikum. Sie zeigen Werke, produzieren Musik, tanzen, diskutieren , kochen, trinken und feiern ein Fest … kann das die Welt retten?

Vielleicht… jedenfalls werde ich meinen Blick auf dieses Fest werfen, um ein weiteres Bild der Serie Common Practice zu produzieren.

Schließlich zeigen auch Evolutionstheoretiker wie Martin Nowak in seiner Publikation: Kooperative Intelligenz – Das Erfolgsgeheimnis der Evolution, wie wichtig die Kraft der Kooperation für die Entwicklung ist. Sie ist für ihn die „Architektin der Kreativität, die immer neue Geschöpfe hervorbrachte“. Zusammen mit Selektion und Mutation treibt sie die Evolution voran.

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Workshop „KUNST Welt retten“ von >> Celine Wawruschka

Den Auftakt des Festivals „KUNST Welt retten“ bildet ein moderierter zweistündiger partizipativer Workshop zum Thema. Nach einer kurzen Einführung werden in Zweiergruppen verschiedene Formen der Kunst und ihre Einflüsse in der Gesellschaft diskutiert:
Wo hat Kunst bereits gesellschaftlichen Wandel angestoßen?
Welche aktuellen Herausforderungen, denen unsere Welt gegenübersteht, bergen Potential für künstlerische Interventionen?

Die Resultate werden in der Gruppe präsentiert und verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zugeordnet. Anschließend entscheiden wir uns für fünf dieser Bereiche, zu denen wir jeweils in einer Gruppe eine zweite Gemeinschaftsarbeit durchführen. Hier geht es darum, praktische Umsetzungsmöglichkeiten für diese gesellschaftlichen Bereiche zu erarbeiten. Die gesammelten Ideen werden in der Folge präsentiert, wobei das Mittel der Präsentation jeder Gruppe freisteht. Eine Reflexionsrunde schließt den Workshop ab.

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>> Veronika Reich

Input:
Unsere Erde – kunst sie noch retten?
Wenn man so irgendwie am Ende steht, quasi mit dem Rücken zur Wand, aller Hoffnung beraubt, die drohende Katastrophe im Blick, hinter sich ein langer Weg, stetig bergab, wenn also scheinbar gar nichts mehr geht, dann kunst nur eines machen:

Alles neu.

Ablauf:
Kunst macht also die Welt neu.
Aus Erde. Regionaler Erde.

Alle sind eingeladen, den Lehm aus der Grube vor Ort anzurühren, zu kneten, zu präparieren und daraus eine neue, bessere Welt zu bauen. Seltsame Geschöpfe, irdene Gefäße, unbekannte Wesen, Geister, urtümliche Gebäude.

Ziel:
Es kann nur besser werden.

Die Lehmobjekte werden in einem Grubenbrand gebrannt, fotografiert und mit einem kurzen Statement zur „Kunst die Welt retten“ versehen.

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Hannah Kloger

ist mit ihrem Label
A-CHOO“ zu Gast.

Präsentiert wird eine bunte und ausgeflippte Mischung aus Upgraded-Design und Upcycling-Fashion, bei dem jedes Stück einzigartig und exotisch ist, den Status „Kunstwerk“ absolut verdient.


A-CHOO lädt dich dazu ein, in inaktiver und aktiver Form, ein Teil dieses Festivals zu werden und somit dem Thema Upcycling, Recycling, und Slow Fashion näher zu kommen.
Lass dich dazu inspirieren, einfach mal die Schere in die Hand zu nehmen, die 08/15 Hose der Modeindustrie fallen zu lassen und sie mit einem eigens kreierten Patch und neuem Stolz wieder hochzuziehen, um mit ihr als gutes Beispiel in Zeiten des Massenkonsums voran zu schreiten.
Stay tuned & Reduce – Reuse – Recycle <3

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Yatwa
>> www.yatwa.com

seit Januar 2018 aktiv
(erste Konzerte)
Petra Beneš (Bass),
Tobias Klappacher (Gitarre),
Markus Ramsauer (Drums),
Valentin Seißler
(Keys & Vocals)

Die Wiener Band, formerly known as „You and the Whose Armies“, heißt jetzt nur noch YATWA. Der Namenswechsel geht Hand in Hand mit einem neuen Sound. Stand das Debütalbum KATAUNA KATA (Nov. 2021) noch im Zeichen kompromisslosen „Regressive Rocks“, so gibt sich das neue Album „Parallel Lines II“ (April 24) reduzierter und lässt New Wave Einflüsse erkennen. YATWA haben ihr Repertoire erweitert und machen nach eigenen Angaben jetzt „(un)ehrlichen Rushrock“ und auf der neuen Platte eher anxiety pop als garage-rock. Denn stichelnde Selbstzweifel und das Hadern mit der eigenen (musikalischen) Identität gepaart mit einer Prise Zukunftsverdruss sind der Zunder für die vier Mittzwanziger*innen.
Doch eines ist beim Alten geblieben: Auf der Bühne bleibt das wilde Treiben und bestechendes Tanzgemenge, denn „kompletter Abriss“ ist stets Teil der Show (Das Hamburger Reeperbahn Festival 2022, und Waves Vienna 2022 lässt grüßen).

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Wegwerfpizza
>> kurtrudolf.com/wegwerfpizza

Wegwerfpizza wird
sich wieder neu erklären.
So wird das sein.
Der neue Bassist der liebe Wolfi
wird den Dancefloor zum überkochen bringen.
Der liebe Phillip am Schlagzeug
wird die gute Luft und die Natur geniessen.
Wir werden euch mit komplett neuen Konzeptionen verblüffen.
Letztens Let’s dance.

Konzerte im Kontext von Performances und Ausstellungen, wie etwa im 21er Haus, Tanzquartier Wien, Schloss Damtschach Kärnten, oder der Akademie der bildenden Künste, unter anderem zusammen mit Künstler*innen wie Gelatin oder Franz West und Musik-Kollegen wie die Beauties of the Night um Christian Egger.

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TuWIENerische Gesänge

Pamelia Stickney – Tschinello
Hans Tschiritsch (aka Chi Rich) – Obertongesang, Gitarre
Die ganze Wahrheit über das Wienerlied, oder „Das kommt mir spanisch vor…“
Der unvergleichliche Chi Rich und die wunderbare Pamela Stickney interpretieren mit Obertongesang und Tschninello klassische und eigene moderne Werke.

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Special:
Trostpflaster-Tombola

Lösungsansätze für die Probleme der Welt gibt es viele. Ganze Scharen von Wissenschaftler haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und Vorschläge geliefert
Bei der Trostpflaster-Tombola können Besucher ebenfalls ihre Ideen zur Weltrettung einbringen und erhalten dafür ein Los. Als kleinen Trost für die Ignorierung ihres Vorschlags können sie ein kleines Kunstwerk, gestaltet von den teilnehmenden Künstlern, gewinnen.

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DJ-Dancefloor
Darf ich mich angesichts der multiplen Krisen amüsieren? Ist Feiern und Tanzen Eskapismus? Gerade in schwierigen Lebenslagen sind Auszeiten, in denen man sich etwas Gutes tut, sehr wichtig. Erst wenn wir für uns selbst sorgen, können wir auch für andere mitfühlend da sein.
Dazu bieten wir tanzbaren, zugänglichen und abwechslungsreichen Sound.

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Kinderbetreuung
Kunst braucht Aufmerksamkeit, Kinder ebenso. Damit beide das bekommen, gibt es eine liebe Person, die ein Auge auf unsere kleinen zukünftigen Kunstliebhaber hat.

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Shuttleservice
Ein kostenfreies Shuttle Service gibt es zwischen Irnfritz (nächstgelegener Bahnhof) und Zabernreith. Damit ist eine An-/Abreise per Bahn möglich.
Alternativ dazu gibt es eine geführte Fahrradroute zwischen Bahnhof und Festival. Nähere Infos über Fahrtzeiten zeitgerecht hier.

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Fair-Pay:

Klimabedingte Risiken steigen aus Sicht der Wirtschaft erheblich und liegen nun bei 32 Prozent. Dasselbe gilt auch für Künstler:innen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen ist im Kulturbereich jedoch nur dann möglich, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Eine faire Bezahlung ist dafür die Grundvoraussetzung.

Wir möchten unser Projekt fair gestalten. Der Welt gegenüber genauso wie gegenüber den teilnehmenden Künstler:innen.

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Dank an:

https://trashdesign.at